Übersicht über Computersysteme

Außer den allseits bekannten Notebooks und PCs gibt es eine Vielzahl von Computersystemen mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit in vielfältigen Anwendungsgebieten. Die wichtigsten dieser Computersysteme werden hier kurz vorgestellt.

Einordnung des Artikels

Versuch einer Klassifikation

Es ist schwer, sämtliche Arten von Computern vollständig aufzuzählen und sie sinnvoll zu klassifizieren. Die folgende Liste soll einen groben Überblick über die wichtigsten Arten von Computern und ihre Anwendung geben. Sortiert ist die Liste nach der Größe beziehungsweise Leistungsfähigkeit der Computer - wie immer man diese bewerten mag. Klar sollte auch sein, dass in vielen Fällen die Übergänge zwischen den einzelnen Punkten fließend sind sich nicht jeder Computer eindeutig in die Liste einordnen lässt.

Eingebettete Systeme (embedded systems)

Der Name eingbettetes System soll ausdrücken, dass der Computer nicht für sich alleine steht (und auch oft keine universelle Maschine zum Abarbeiten von Programmen ist), sondern in ein größeres technisches System eingebunden ist. Dort übernimmt der Computer dann oft Steurungs- und Regelungsfunktionen.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal von eingebetteten Systemen ist, dass der Computer über Schnittstellen mit anderen Geräten verbunden ist.

Die Anwendungen sind inzwischen unüberschaubar: Haushaltsgeräte, Unterhaltungs-Elektronik, Mobiltelephone, Klimaanlagen, Fahrzeuge, industrielle Produktionsanlagen und so weiter.

Notebooks

Selbst hier gibt es inzwischen zahlreiche Unterkategorien (wie Tablet, Netbook, Laptop), so dass es schwer ist, diese eindeutig voneinander abzugrenzen. Charakteristisch ist immerhin, dass die Geräte leicht transportiert werden können und in ihrer Leistungsfähigkeit inzwischen mit PCs (Pesonal Computer) konkurrieren können.

PC (Pesonal Computer) oder Desktop-Computer

Rechner für privaten und geschäftlichen Gebrauch, die man am Schreibtisch aufstellt und die nicht ständig transportiert werden. Im Durchschnitt leistungsfähiger als Notebooks.

Workstations

Ein Begriff, der heute nicht mehr sehr gebräuchlich ist. Gemeint sind Computer, die im Büro eingesetzt werden, großteils mit PCs identisch sind, im Durchschnitt aber leistungsfähiger sind als diese.

Dadurch dass in der Werbung PCs oft als Workstations bezeichnet wurden (um ihre besondere Leistungsfähigkeit anzupreisen), hat sich der Begriff abgenutzt.

Zu Beginn des großen kommerziellen Erfolges von PCs wurde noch zwischen Heimcomputern und Arbeitsplatzrechnern unterschieden. Dabei waren Letztere so teuer, dass sie für einen Privatanwender meist unerschwinglich waren und der Preis in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen stand. Heute werden die Begriffe Heimcomputer und Arbeitsplatzrechner nicht mehr verwendet.

Eine klare begriffliche Trennung zwischen PCs und Workstations gibt es heute nicht mehr; in der Werbung von Computer-Herstellern wird heute meist unterschieden zwischen dem Angebot für Privat- und Geschäftskunden.

Industrie-PCs

Sie sind in ihrer Leistungsfähigkeit mit PCs und Workstations vergleichbar. Der große Unterschied ist: diese Computer werden so gebaut, dass sie unter ungünstigen Umweltbedingungen eingesetzt werden können, denen ein Büro-Computer nicht standhalten würde (wie Staub, hohe Luftfeuchtigkeit, große Temperaturschwankungen).

Großrechner (Mainframes)

Großrechner sind um Größenordnungen leistungsfähiger als PCs und werden für spezielle Aufgaben optimiert. Bei PCs wird versucht, das Gerät so zu gestalten, dass möglichst viele Aufgaben zufriedenstellend erfüllt werden können; bei Großrechnern sollte man bei der Auswahl sehr gut Bescheid wissen, für welche Aufgaben der Rechner später eingesetzt werden soll.

In Frage kommen etwa:

  • Computer mit besonders hoher Rechenleistung (diese werden dann oft als Super-Computer bezeichnet, siehe unten)
  • hohe Zuverlässigkeit (24-Stunden Betrieb, sämtliche Wartungsarbeiten können im laufenden Betrieb vorgenommen werden)
  • hoher Datendurchsatz und schnelle Zugriffszeiten auf die Daten.

Die letzten beiden Punkte sind vor allem dann von Bedeutung, wenn der Großrechner als Server eingesetzt wird (siehe unten).

Thin-Clients

Thin-Clients müssten entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit am Anfang der Liste stehen. Es sind Rechner, die nur eine sehr eingeschränkte Rechenkapazität besitzen oder nur aus externen Geräten bestehen. Funktionsfähig sind sie nur, wenn sie in ein Rechnernetz eingebunden sind und ein Zentralrechner die eigentliche Rechenleistung erbringt.

Thin-Clients werden heute nur noch selten eingesetzt, da man sie auch durch PCs ersetzen kann. Als PCs noch sehr teuer waren, unterschieden sich diese beiden Lösungen im Preis deutlich.

Server-Rechner

Server-Rechner verwalten Programme und Ressourcen, auf die mehrere Benutzer gleichzeitig zugreifen. Typische Einsatzgebiete sind:

  • Druck-Server
  • File-Server
  • Email-Server
  • Web-Server.

Super-Computer

Super-Computer sind für hohe Rechenleistungen konzipiert, etwa für aufwendige Simulationen wie die Wettervorhersage. Die Anzahl der Prozessor-Kerne kann in die Hunderttausende oder gar Millionen gehen.

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